Unsere nächsten Lesungen
die literarische aarau veranstaltet jährlich rund 10 Lesungen an verschiedenen Orten unserer Stadt. Herzlich willkommen zu unseren nächsten Lesungen.
Vorverkauf für unsere Lesungen:
Buchhandlung Kronengasse, Aarau, 062 824 18 44, info@kronengasse.ch
Lesung inkl. Apéro 20.-, Mitglieder und Studierende 15.-
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Sonntag, 29. März 2026
11:00 Uhr
Pestalozzischulhaus Aarau
Peter Stamm liest aus
«Auf ganz dünnem Eis»
In seinem neuen Erzählband «Auf ganz dünnem Eis» schildert Peter Stamm mit Schlichtheit und Feinfühligkeit das Leben seiner Figuren: Sie stehen an Wendepunkten, wagen einen Neubeginn, müssen Kompromisse eingehen und sich mit den Herausforderungen der Gegenwart auseinandersetzen. Peter Stamm zeigt in seinem neuen Buch, wie kunstvoll und vielschichtig Geschichten auf wenigen Seiten erzählt werden können und wie einzelne Erzählungen einen manchmal länger beschäftigen können als ein umfassender Roman.
Peter Stamm, geboren am 18. Januar 1963, wuchs mit drei Geschwistern in Weinfelden im Kanton Thurgau auf (wo auch ein Weg nach ihm benannt ist). Mit seinen Büchern «Agnes» und «An einem Tag wie diesem» machte er sich in der Schweiz und international einen Namen und gewann mit dem Roman «Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt» den Schweizer Buchpreis.
Am Samstag, 28. März 2025, wendet sich der Lesekreis der Aargauer Kantonsbibliothek in einer Filmvorführung und Buchbesprechung Peter Stamm zu.
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Mittwoch, 29. April 2026
19:30 Uhr
Kantonsbibliothek Aarau
Katja Früh liest aus
«Vielleicht ist die Liebe so»
Anjas Mutter ist übergriffig, egozentrisch und für ihr Alter topfit – und hat beschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Der Termin steht, die Einladungen zur Trauerfeier müssen nur noch verschickt werden, die Menüabfolge für den Leichenschmaus ist ebenfalls festgelegt. Ist das nun selbstbestimmt, egoistisch, angemessen? Anja weiss nicht recht, wie sie reagieren soll und fühlen darf. Zum Glück gibt es Mike in der Bar, die Stammgäste Oli und Jack, ihren Exfreund Carlos, die beste Freundin ihrer Mutter, Nelly, ihren Therapeuten Dr. Dische und vor allem Benjamin, der nach Jahren in London wieder in der Stadt ist – mit ihnen diskutiert, philosophiert und schimpft Anja und denkt zurück – nicht nur an ihre Vergangenheit, sondern auch an die ihrer ganzen Familie, in der auch immer ein Stück der eigenen Wahrheit liegt.
Katja Früh, 1953 in Zürich geboren, ist Drehbuchautorin und Regisseurin. Nach der Schauspielausbildung in Berlin begann sie 1978, fürsTheater zu inszenieren und zu schreiben. Ab 1980 arbeitete sie beim Schweizer Radio DRS, produzierte fürs TV (u. a. die Serie «Lüthi und Blanc») und realisierte auch Projekte mit Martin Suter und Patrick Frey. Seit 2014 schreibt sie regelmässig eine Kolumne für «Das Magazin» im «Tages-Anzeiger». «Vielleicht ist die Liebe so» ist ihr erster Roman.
Mittwoch, 27. Mai 2026
19:30 Uhr
Stadtbibliothek Aarau
Julia Sutter und Laura Vogt lesen aus
«Und das wäre erst der Anfang»
«Das Jahr des Kalks»
In Julia Sutters Debütroman «Und das wäre erst der Anfang» zählt die 27-jährige. Krystina tote Fichten und macht die Klimakrise und die Spätfolgen von Monokulturen sichtbar. Und sie trauert um ihre kürzlich verstorbene Mutter und versucht, ihre Familie zusammenzuhalten. Doch ihre drei Schwestern und ihr Freund scheinen sich immer weiter von ihr wegzubewegen.
In Laura Vogts viertem Roman «Das Jahr des Kalks» muss sich eine junge Künstlerin und Mutter von ihrem todkranken Onkel verabschieden. Dabei denkt sie an ihren Vater, der in ihrer Kindheit die Familie verlassen hat. In diesem doppelten Schmerz beschäftigt sie sich immer mehr mit Kalk, denn mit ihrem Onkel ist sie oft in die Berge gegangen. Indem sie Fossilien freilegt oder eine Kalkbrennerei besucht, findet sie ihren eigenen Weg, die Trauer zu bewältigen.
Julia Sutter, geboren 1987, studierte Literarisches Schreiben in Biel. Für ihre Arbeiten erhielt sie Atelierstipendien sowie Werkbeiträge von Stadt und Kanton St. Gallen. Sie lebt mit ihrer Familie in St. Gallen.
Laura Vogt, geboren 1989, studierte Kulturwissenschaften in Luzern und Literarisches Schreiben in Biel. Ihre Arbeiten wurden mit diversen Werkbeiträgen und Stipendien ausgezeichnet und teilweise auf Englisch übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie bei St. Gallen.
Mittwoch, 17. Juni 2026
19:30 Uhr
Kantonsbibliothek Aarau
Julia Weber liest aus
«Weil ich Ruth bin»
Alle verfallen ihr. Sie geht selbstbewusst durch die Strassen in ihrem Glanz, zieht magisch die Aufmerksamkeit auf sich. Ruth. Ruth ist ein ganz besonderer Mensch. Sie kommt mit einem Fell zur Welt wie schon ihre Mutter und ihre Grossmutter, am Ende der Kindheit verliert sie es. Und Ruth hat «die Kraft». Sie kann Gewitter aufziehen lassen, Bäche zum Versiegen bringen, Dinge bewegen. Aber vor allem kann sie Menschen in Tiere verwandeln, vorübergehend. Und die Menschen strömen zu ihr, wollen Qualle sein auf Zeit, Languste, Hund, Vogel, Echse und dabei die Rechnungen vergessen, die Sitzungen im Büro, den Haushalt, das ganze moderne Leben. Ruth hilft mit ihrer Kraft auch denen, die Gewalt erleben. Aber dann kommt Linda, die grosse, schöne Linda. Die verheiratete Linda. Was soll jetzt werden?
Julia Weber, geboren 1983 in Moshi (Tansania), kam 1985 mit ihrer Familie nach Zürich. Sie studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Ihr erster Roman «Immer ist alles schön» (2017) stand auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises. 2022 erschien im Limmat Verlag ihr zweites Buch «Die Vermengung», welches mit dem ZKB Schillerpreis ausgezeichnet wurde. Im Frühling 2026 erschien ihr dritter Roman «Weil ich Ruth bin» im Limmat Verlag.