14. April – Nora Bossong

Donnerstag, 14. April 2022, 20 Uhr
Kantonsbibliothek, Aarau

Schutzzone – Roman
»So rauscht man durch die Zeilen, zeigt sich beeindruckt von einem Text, dem es gelingt, die vertrackte Globalisierung in eine sprachliche Form zu bringen … « Thomasz Kurianowicz, Die Welt

Nach Stationen bei der UN in New York und Burundi arbeitet Mira für das Büro der Vereinten Nationen in Genf. Während sie tagsüber Berichte über Krisenregionen und Friedensmaßnahmen schreibt, eilt sie abends durch die Gänge der Luxushotels, um zwischen verfeindeten Staatsvertretern zu vermitteln. Bei einem Empfang begegnet sie Milan wieder, in dessen Familie sie nach der Trennung ihrer Eltern im Frühjahr 94 einige Monate gelebt hat. Die Erinnerungen an diese Zeit, aber auch Milans unentschiedene Haltung zwischen gesuchter Nähe und schroffer Zurückweisung überrumpeln und faszinieren sie zugleich. Als ihre Rolle bei der Aufarbeitung des Völkermords in Burundi hinterfragt wird, gerät auch Miras Souveränität ins Wanken, ihr Glaube, sie könne von außen eingreifen, ohne selbst schuldig zu werden.

Was bedeuten Vertrauen und Verantwortung? Wie greifen Schutz und Herrschaft ineinander? Wie verhält sich Zeugenschaft zur Wahrheit? Und wer sitzt darüber zu Gericht? Hellsichtig und teilnahmsvoll geht Nora Bossong in ihrem virtuosen Roman diesen Fragen nach – in privaten Beziehungen wie auf der großen politischen Bühne – und setzt den Konflikten der Vergangenheit die Hoffnung auf Versöhnung entgegen.

Vorverkauf
Buchhandlung Kronengasse, Aarau
062 824 18 44,  www.kronengasse.ch
Eintritt 20 Franken, Mitglieder, Schüler/innen, Lernende 15 Franken

Der Anlass wird unterstützt von Delinat Weine

20. März – Ariela Sarbacher

Sonntag, 20. März 2022, 11 Uhr
Aula des Pestalozzischulhauses, Aarau

Lesung aus «Der Sommer im Garten meiner Mutter»

Der erste Roman der Autorin Ariela Sarbacher erzählt in einer kräftigen, klaren und poetischen Prosa eine Familiengeschichte, die sich fast über ein ganzes Jahrhundert erstreckt. Es ist ein vier Wochen langer kurzer Sommer, in dem Mutter und Tochter sich voneinander verabschieden. Konfrontiert mit der Diagnose einer unheilbaren Krankheit und dem Entscheid der Mutter, selbstbestimmt in den Tod zu gehen, begibt sich die Tochter Francesca auf Spurensuche.

Von Chiavari, einem Städtchen an der ligurischen Küste, wo die Mutter in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts geboren wurde, führt die Erinnerung nach Zürich, in ein Vorstadtquartier, wo die Tochter Francesca ihre Jugend in den Sechzigerjahren erlebt hat. Der Sommer im Garten meiner Mutter handelt vom Vergehen. Es ist ein Roman, der das Leben der Mutter und all jener Menschen, die davon berührt wurden, auf stimmige Art erinnert; der aber auch die Geschichte einer Tochter erzählt, die erst nach oft schmerzhaften Reisen in die Gärten der Erinnerung eines gemeinsamen Lebens loslassen kann.

Ariela Sarbacher
Ariela Sarbacher, geboren 1965 in Zürich, absolvierte die Schauspiel-Akademie Zürich und war unter anderem am Stadttheater Heidelberg und bei der Bremer Shakespeare Company beschäftigt. «Der Sommer im Garten meiner Mutter»(Bilgerverlag)ist ihr erster Roman und wurde für den Rauriser Literaturpreis 2021 als bestes deutschsprachiges Debut nominiert. Mit dem Tagebuch «Der gebremste, der bewegte Frühling, und jetzt ist eSommer» (Telegramme Verlag) schreibt sie die «facettenreiche Prosa» (Der Standard) fort, mit der ihr erster Roman besticht. Sie hat zwei erwachsene Töchter.

Eintritt: Fr. 20.– / Fr. 15.– (Mitglieder, Schüler/innen, Lernende)
Anmeldung (erforderlich): Buchhandlung Kronengasse, Aarau, 062 824 18 44, info@kronengasse.ch

Der Anlass schliesst mit einem kleinen Apéro und wird unterstützt von Delinat Weine

27. Februar – Veronika Sutter

Sonntag, 27. Februar 2022, 11 Uhr
Aula des Pestalozzischulhauses, Aarau

Lesung aus «Grösser als du»

Veronika Sutter wurde für ihren Erstling Grösser als du (edition 8) für den Schweizer Buchpreis 2021 nominiert. In 15 Geschichten lernen wir etwa Gloria, Helen oder Gino kennen. Sie stehen in Beziehung zueinander, ob als (Ex-)Partner, Freundinnen, Nachbarn oder Verwandte. Ohne es zu wissen, teilen sie die Erfahrung von Abhängigkeit und Unterdrückung. Scham oder Verleugnung hindern sie daran, über das zu sprechen, was hinter ihren Wohnungstüren passiert.

Mit soziologischer Präzision und nüchterner Sprache beschreibt Sutter zwischenmenschliche Abgründe. Manchmal macht eine unverhoffte Wendung die Befreiung möglich, manchmal schonungslose Einsicht. Zuweilen scheinen auch skurrile Momente auf. Humor mit entsprechender Nachdenklichkeit begleitet eine Erzählweise, die mit wenigen Strichen eine Figur, eine Atmosphäre, eine Handlung entstehen lässt…. (Hubert Thüring, Laudatio Schweizer Buchpreis 2021)

Veronika Sutter
1958 geboren und im Sihltal aufgewachsen, arbeitete Veronika Sutter als Buchhändlerin, Kulturveranstalterin und Journalistin. Seit dem Studium in Kommunikationsmanagement ist sie in der Öffentlichkeitsarbeit für Non-Profit-Organisationen tätig.

Eintritt: Fr. 20.– / Fr. 15.– (Mitglieder, Schüler/innen, Lernende)
Anmeldung (erforderlich): Buchhandlung Kronengasse, Aarau, 062 824 18 44, info@kronengasse.ch

Der Anlass schliesst mit einem kleinen Apéro und wird unterstützt von Delinat Weine

16. Januar – Dana Grigorcea

Sonntag, 16. Januar 2022, 11 Uhr
Aula des Pestalozzischulhauses, Aarau

Lesung aus «Die nicht sterben»

Eine junge Bukarester Malerin kehrt nach ihrem Kunststudium in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit an der Grenze zu Transsilvanien zurück. In der Kleinstadt B. hat sie bei ihrer großbürgerlichen Großtante unter Kronleuchtern und auf Perserteppichen die Sommerferien verbracht. Eine
Insel, auf der die kommunistische Diktatur etwas war, das man verlachen konnte. «Uns kann niemand brechen», pflegte ihre Großtante zu sagen. Inzwischen ist der Kommunismus Vergangenheit und B. hat seine besten Zeiten hinter sich. Für die Künstlerin ist es eine Rückkehr in eine fremd gewordene Welt, mit der sie nur noch wenige enge Freundschaften und die Fäden ihrer Familiengeschichte verbinden.
Als auf dem Grab Vlad des Pfählers, als Dracula bekannt, eine geschändete Leiche gefunden wird, begreift sie, dass die Vergangenheit den Ort noch nicht losgelassen hat – und der Leitspruch ihrer Großtante zugleich der Draculas ist. Die Geschichte des grausamen Fürsten will sie erzählen. Am Anfang
befürchtet sie, dass sie die Reihenfolge der Geschehnisse verwechseln
könnte. Dann wird ihr klar: Jede Reihenfolge ergibt einen Sinn. Weil es in
der Geschichte nicht um Ursache oder Wirkung geht, sondern nur um
eines: Schicksal. Inzwischen aber ist es für jede Flucht zu spät.

Dana Grigorcea zeichnet ein atemberaubend atmosphärisches Porträt der
postkommunistischen Gesellschaft, die bis heute in einem Zwischenreich
gefangen scheint. Ohne Vorwarnung führt sie ihre Leserinnen und Leser
ins Herz eines Schreckens, wie ihn nur die eigene Vorstellungskraft
erzeugen kann – oder der gestrenge Fürst Dracula.

Dana Grigorcea
Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, sie studierte Germanistik und Nederlandistik und lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Die Werke der rumänisch-schweizerischen Schriftstellerin, etwa der Roman «Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit» und die Novelle «Die Dame mit dem maghrebinischen Hündchen», wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Ihr Roman «Die nicht sterben» wurde 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Eintritt: Fr. 20.– / Fr. 15.– (Mitglieder, Schüler/innen, Lernende)
Anmeldung (erforderlich) und Vorverkauf: Buchhandlung Kronengasse, Aarau, 062 824 18 44, info@kronengasse.ch

Der Anlass schliesst mit einem kleinen Apéro und wird unterstützt von Delinat Weine

8. Dezember – Karin Richner

Mittwoch, 8. Dezember 2021, 19:30 Uhr
Stadtbibliothek, Aarau

Lesung aus «Der Traum des Walnussbaums»

»Irgendwann wird der Walnussbaum so groß sein, dass wir ihn in eine Wiese setzen können, wo er Jahresring um Jahresring bilden wird, während um ihn herum Städte in Staub versinken und immer neue Generationen von Menschen die Erde bevölkern werden.« Karin Richners Roman ist eine Reise durch ein Raum-Zeit-Kontinuum, darin sie sechs Biographien zu unterschiedlichsten Zeiten zum Entwurf einer Menschheitsgeschichte verwebt. Da sind die Wissenschaftler Yrjan und Vanda,  die im 19. Jh. die Welt in Briefen von ihrem Freund Viktor erfahren, der in kaum erforschte Gebiete reist; die Journalistin Louise, die 2013 aussergewöhnliche Orte recherchiert, oder Pauline, die im Jahr 2167 aus den ersten Jahren des Kriegs der Kontinente berichtet. Der Roman ist geprägt von der archaischen Neugier auf alles Neue und der alten Frage nach dem Wesen des Mensch-Seins.

Karin Richner
Karin Richner (*1980) lebt und arbeitet in Aarau. Ihren Erstling «Sind keine Seepferdchen» legte sie 2006 vor. Es folgten (2011) «Sieben Jahre Schlaf», Echolot (2013) und in diesem Jahr neu «Der Traum des Walnussbaums». Für ihre Werke erhielt sie Beiträge von Pro Helvetia und dem Aargauer Kuratorium.

Eintritt: Fr. 20.– / Fr. 15.– (Mitglieder, Schüler/innen, Lernende)
Anmeldung (erforderlich) und Vorverkauf: Buchhandlung Kronengasse, Aarau, 062 824 18 44, info@kronengasse.ch

Der Anlass schliesst mit einem kleinen Apéro und wird unterstützt von Delinat Weine

17. November – Ernst Halter

Mittwoch, 17. November 2021, 19:30 Uhr
Stadtbibliothek, Aarau

© Foto: Manfred UtzingerLesung aus «Das Alphabet der Gäste»

Die Summe eines Lebens – oder, wie es im Untertitel zum «Alphabet der Gäste» heisst: «Ein Versuch zu erinnern, die Lebenden, die Toten». Ernst Halter erinnert sich an Begegnungen aus den vergangenen vier Jahrzehnten und kreist um den literarischen Kosmos von Haus Kapf, einem zentralen Erinnerungsort der Schweizer Literatur, an dem er mit seiner Frau, eine der bekanntesten Schweizer Lyrikerinen, Erika Burkart gelebt, Gäste empfangen, nachgedacht und geschrieben hat. Es kommen nicht nur berühmte Gäste der Schweizer Literatur zu Wort, sondern auch all jene, die das Haus Kapf und seinen Garten zu einem Sehnsuchtsort gemacht haben: die Handwerker, die Leser und Freunde. Ernst Halter denkt nicht nur klug über die Möglichkeiten des Erinnerns nach, sondern macht das Erinnern selbst zu einem literarischen Fest.

Ernst Halter
Ernst Halter (*1938) lebt im Freiamt im legendären «Haus Kapf» in Aristau. Er war als Herausgeber, Übersetzer und Verlagsberater tätig. Erstmals publizierte er 1972 (“Die Modelleisenbahn”). Es folgten Gedichte, Erzählungen und Romane. Zuletzt erschienen der Gedichtband “Gerodete Zeit” (2017) und der Roman Mermaid (2018). Das “Alphabet der Gäste” erschien im Sommer 2021. Ernst Halter wurde im Jahr 2000 mit dem Aargauer Literaturpreis ausgezeichnet.

Eintritt: Fr. 20.– / Fr. 15.– (Mitglieder, Schüler/innen, Lernende)
Anmeldung (erforderlich) und Vorverkauf: Buchhandlung Kronengasse, Aarau, 062 824 18 44, info@kronengasse.ch

Der Anlass schliesst mit einem kleinen Apéro und wird unterstützt von Delinat Weine.

28. Oktober – Sharon Dodua Otoo

Donnerstag, 28. Oktober 2021, 20 Uhr
Kantonsbibliothek, Aarau

Copyright © S. Fischer Verlag, Foto: Ralf Steinberger

Lesung aus «Adas Raum»

Ada erlebt die Ankunft der Portugiesen an der Goldküste des Landes, das einmal Ghana werden wird. Jahrhunderte später wird sie für sich und ihr Baby eine Wohnung in Berlin suchen. In einem Ausstellungskatalog fällt ihr Blick auf ein goldenes Armband, das sie durch die Zeiten und Wandlungen begleitet hat. Ada ist viele Frauen, sie lebt viele Leben. Sie erlebt das Elend, aber auch das Glück, Frau zu sein, sie ist Opfer, leistet Widerstand und kämpft für ihre Unabhängigkeit. Sharon Dodua Otoos Mut und ihre Lust zu erzählen, ihre Neugier, die Vergangenheit und die Gegenwart zu verstehen, machen atemlos.

Sharon Dodua Otoo
Sharon Dodua Otoo (*1972 in London) ist Autorin und politische Aktivistin. Sie schreibt Prosa und Essays und ist Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe «Witnessed» (edition assemblage). Ihre ersten Novellen «die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle» und «Synchronicity» erschienen zuletzt 2017 im S. Fischer Verlag. Mit dem Text «Herr Gröttrup setzt sich hin» gewann Otoo 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2020 hielt sie die Klagenfurter Rede zur Literatur «Dürfen Schwarze Blumen Malen?», die im Verlag Heyn erschien. Politisch aktiv ist Otoo bei der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. und Phoenix e.V. 2021 erschien ihr erster Roman «Adas Raum». Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Eintritt: Fr. 20.– / Fr. 15.– (Mitglieder, Schüler/innen, Lernende)

Anmeldung (erforderlich) und Vorverkauf: Buchhandlung Kronengasse, Aarau, 062 824 18 44, info@kronengasse.ch

Der Anlass wird unterstützt von DELINAT Weine.

8. September – Dragica Rajčić

Mittwoch, 8. September 2021, 19:30 Uhr
Stadtbibliothek, Aarau

Lesung aus «Glück» und «Liebe um Liebe»

«Glück»
es wäre doch einfach stehen zu bleiben
klipp und klar sagen
er wäre doch einfach
ich verlasse dich
es sind nur vier Wörter
und sie stimmen nicht
ich verlasse dich nicht
sondern du willst mich nicht ohne Kind
aber auch dies traf nicht den Kern.
Ana Jagoda ist aus dem kroatischen Dorf «Glück» in die USA ausgewandert. Im «Womenirrhaus»in Chicago sucht sie nach ihrer Geschichte und erzählt von der fortdauernden Gewalt an Frauen. Schreibend entdeckt sie eine Möglichkeit, dem Gewaltzyklus zu entrinnen. Und aus ihrer versehrten Sprache entsteht eine faszinierend-poetische Literatur.

«Liebe um Liebe»
«Wäre Mutter anders, hätte ich nie geheiratet. Wie ein Hund, von der Leine gerissen, lief ich durchs Fenster, hängte mich an Igor».
Bildhaft, dringlich und unmittelbar erzählt Dragica Rajčić Holzner von einer Liebe, die zu Hass wird und vom Versuch eines neuen Lebens, der scheitern wird, scheitern muss. Ein Roman wie das darin geschilderte Leben: ein glitzernder Scherbenhaufen, eine fesselnde Naturgewalt.

Dragica Rajčić Holzner
Dragica Rajčić Holzner wuchs in Kroatien auf. Nach dem Abitur und einem Australienaufenthalt kam sie 1978 in die Schweiz, wo sie als Putzfrau, Büglerin und Heimarbeiterin tätig war. 1988 kehrte sie nach Kroatien zurück. Sie gründete dort die Zeitung Glas Kaštela und arbeitete als Journalistin.
1991 floh sie während der Jugoslawienkriege mit ihren drei Kindern in die Schweiz, wo sie sich in der Friedensarbeit engagierte. Es erfolgte ihr Studium «Soziokulturelle Animation» an der HSA Luzern. Sie lebt in Zürich und Innsbruck und ist mit Johann Holzner verheiratet.

Eintritt: Fr. 20.– / Fr. 15.– (Mitglieder, Schüler/innen, Lernende)

Anmeldung (erforderlich) und Vorverkauf: Buchhandlung Kronengasse, Aarau, 062 824 18 44, info@kronengasse.ch

Für den Besuch der Lesung gilt das Prinzip der 3g (geimpft, getestet, genesen).
Bitte nehmen Sie Ihr Covid-Zertifikat mit. Wir empfehlen Ihnen, den Vorverkauf zu benutzen.

Der Anlass wird unterstützt von DELINAT Weine.

6. Juni – Claudia Storz – Alexander Müllenbach

Sonntag, 6. Juni 2021, 11 Uhr
Pestalozzischulhaus, Aarau

Claudia Storz führt erzählend durch die gemeinsame Berner Zeit von Zschokk und Kleist, begleitet von Alexander Müllenbach auf dem Tafelklavier mit Stücken aus der Zschokkezeit und eigenen Kompositionen.
Zschokke und Kleist besuchen sich im Kanton Bern. Beide waren von einem mittelalterlichen Hausspruch «Ich leb…», den sie bei einem Spaziergang an einem alten Holzhaus am Thunersee lesen, fasziniert. Claudia Storz sinniert über ihr Gespräch.

Claudia Storz
In Zürich geboren, lebt in Aarau und Salzburg. Sie studierte Anglistik und Germanistik in Zürich und Oxford. Ihre Dissertation beinhaltete Wortspiele auf den Plakaten der Londoner U-Bahn.
Sie wurde mit in- und ausländischen Literaturpreisen ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die Erzählungen «Sperriges Leben».

Alexander Müllenbach
In Luxemburg geboren, Pianist und international bekannter Komponist, studierte in Paris und am Mozarteum in Salzburg.
Ab 1970 hatte er eine Professur in Luxemburg, später am Mozarteum. Er ist ebenfalls Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben. Heute lebt Alexander Müllenbach in Salzburg.

In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Zschokke-Gesellschaft, Aarau

Eintritt: Fr. 20.– / Fr. 15.– (Mitglieder, Schüler/innen, Lernende)

Anmeldung (erforderlich) und Vorverkauf: Buchhandlung Kronengasse, Aarau, 062 824 18 44, info@kronengasse.ch

Der Anlass wird unterstützt von DELINAT Weine.

4. Mai – Dorothee Elmiger

Dienstag, 4. Mai 2021, 19:30 Uhr
Kantonsbibliothek, Aarau

Copyright ©Peter-Andreas Hassiepen

Lesung aus «Aus der Zuckerfabrik»

Sollten die Zusammenhänge dieser Welt einmal aufgelöst sein, man wäre froh, das Buch „Aus der Zuckerfabrik“ von Dorothee Elmiger zu finden, um zu verstehen, was in der Vergangenheit vor sich ging.

Die Autorin folgt darin den Spuren des Geldes und des Zuckers, des Kolonialismus und des Begehrens. Entstanden ist ein faszinierendes Kaleidoskop, in dem die Komplexität der heutigen Welt aufscheint.

‘My skills never end’ steht auf dem T-Shirt eines Arbeiters, der gerade seinen Lohn ausbezahlt bekommt. Am Strand einer karibischen Insel steht der erste Lottomillionär der Schweiz und blickt aufs Meer hinaus. Nachts drängen sich Ziegen am Bett der Autorin. Dorothee Elmiger folgt den Spuren des Geldes und des Verlangens durch die Jahrhunderte und die Weltgegenden. Sie entwirft Biographien von Mystikerinnen, Unersättlichen, Spielern, Orgiastinnen und Kolonialisten, protokolliert Träume und Fälle von Ekstase und Wahnsinn. Aus der Zuckerfabrik ist die Geschichte einer Recherche, ein Journal voller Beobachtungen, Befragungen und Ermittlungen. Ein Text, der den Blick öffnet für die Komplexität dieser Welt.

Dorothee Elmiger
Geboren 1985, lebt und arbeitet in Zürich. 2010 erschien ihr Debütroman „Einladung an die Waghalsigen“, 2014 folgte der Roman „Schlafgänger“ (beide DuMont Buchverlag). Ihre Texte wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und für die Bühne adaptiert. Dorothee Elmiger wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt, dem Rauriser Literaturpreis, einem Werkjahr der Stadt Zürich, dem Erich Fried-Preis und einem Schweizer Literaturpreis.

Eintritt: Fr. 20.– / Fr. 15.– (Mitglieder, Schüler/innen, Lernende)

Anmeldung (erforderlich) und Vorverkauf: Buchhandlung Kronengasse, Aarau, 062 824 18 44, info@kronengasse.ch

Der Anlass wird unterstützt von DELINAT Weine.